Tödlicher Rauch
Zahl der Rauchopfer vervierfacht!
Rauch ist ein sehr großes Hindernis. Nicht nur für die Einsatzkräfte, nein auch für eingeschlossene Menschen oder Tiere. Nur ein Beispiel von vielen ist die uns allen sicher noch gut in Erinnerung gebliebene Brandkatastrophe am Düsseldorfer Flughafen. 17 Menschen fande damals dort den Tod - überwiegend in Folge einer Rauchvergiftung.
Im Brandfall bleiben nur 3 Minuten zur Flucht!
In den vergangenen 20 Jahren hat sich die Anzahl der tödlichen Rauchvergiftungen nahezu vervierfacht. Eine Ursache dafür sind die modernen Kunststoffe in unseren Wohnungen. So kann zum Beispiel eine 10 kg schwere Schaumgummimatratze aus einem Kinderbett bei der Verbrennung 25.000 cbm Rauch verursachen. Damit könnte man ca. 30 Einfamilienhäuser füllen.
80% aller Brandopfer verbrennen nicht, sondern sie ersticken an dem entstehenden giftigen Brandgeruch. Diese traurige Erkenntnis gilt für Brände in privaten Wohnungen ebenso, wie sie für Katastrophen großen Ausmaßes zutreffen. Ein Beispiel dafür ist der Großbrand am Düsseldorfer Flughafen, bei dem 1996 17 Menschenleben zu beklagen waren.
Rauch ist bei einem Brand für Mensch und Feuerwehr das größte Problem in einem Gebäude. Die Folgen sind dramatisch und werden leider immer wieder unterschätzt. Denn, innerhalb von nur 3 Minuten sinkt durch den entstehenden Rauch die Sichtweite so weit ab, dass betroffene Personen die Orientierung verlieren und sich nicht mehr in Sicherheit bringen können. Erschwerend kommt die hohe Kohlenmonoxid-Konzentration hinzu. Diese steigt im Laufe eines Brande sprunghaft an und führt von Kopfschmerzen über zunehmende Vergiftung und Bewustlosigkeit bis hin zum Tod.
Bewahren Sie einen kühlen Kopf!
Dies ist, in der Tat, leichter gesagt als getan. Aber, bewahren Sie unter allen Umständen Ruhe und einen kühlen Kopf!! Egal ob zu Hause, im Hotel, im Einkaufszentrum oder auf einem Flughafen. Wenn es brennt, kommt es darauf an schnell und umsichtig zu reagieren. Denken Sie immer daran, dass Ihnen unter Umstaänden nur wenige Minuten zur Verfügung stehen, bevor Rauch und Flammen Ihnen den Weg in die Freiheit abschneiden können.
Rauchmelder
Wer kenn sie eigentlich nicht? Gemeint sind dies kleinen weissrunden Dinger, die man unter die Zimmerdecke schrauben kann. Rauchmelder - sie haben sich in der Vergangenheit bestens bewährt und schon so manches Menschenleben gerettet. Sie sind in der Regel gar nicht mal so teuer, dafür aber ungemein nützlich. Sie "riechen" nämlich geradezu entstehenden Rauch und schlagen sofort Alarm.
In Privatwohnungen gehören Rauchmelder unter die Zimmerdecke. Vorzugsweise sollten sie auch in Schlafräumen nicht fehlen!! Besonders dann nicht, wenn dort Heizdecken, Fernseher oder ähnliche Geräte zur Anwendung kommen. Auch im Kinderzimmer sind Rauchmelder dringlich anzubringen!!
Dagegen sollte man in Küche und Bad auf Rauchmelder verzichten, da Wasserdämpfe und Kochdunst einen Rauchmelder zur Auslösung bringen können. Ebenso sollte man keine Rauchmelder in stark staubigen Räumen anbringen.
Wenn Sie fragen zum Thema "Rauchmelder" haben, können Sie sich auch an Ihre örtliche Feuerwehr wenden. Dort wird man Sie in jedem Fall sach- und fachgerecht beraten.
Eigentlich sollte es für Hörgeschädigte gar keine Frage sein. Rauchmelder gehören normalerweise in deren Wohnungen. Aber leider ist dem nicht so. Hier unterscheiden sie sich tatsächlich nicht von den gut hörenden Menschen. Dabei gibt es spetzielle Rauchmelderlösungen gerade auch für den Kreis der hörgeschädigten Menschen.
Rauchmelder für Hörgeschädigte
Über diesen Link kommen Sie direkt zu einem Flyer, der Ihnen erste Informationen zum Thema geben möchte.
Ausführlichere Informationen bekommen Sie über den DSB-Info-Brief 2010.03/04 oder über diese Broschüre.
Rauchwarmelderpflicht - Wo besteht sie schon?
Wenn Sie wissen möchten, ob in Ihrem Bundesland schon die Rauchwarnmelderpflich gilt, dann können Sie sich hier informieren.