Notfall-App?
Nicht integriert
Das hör- und sprachgeschädigte Menschen nach wie vor nicht wirklich richtig im deutschen Notrufsystem integriert sind, ist wohl unter Betroffenen unbestritten. Und daran ändert auch die Möglichkeit des Notfall-Telefax nicht wirklich etwas, da Betroffene damit nur von zu Hause oder aus dem Büro im Notfall ein Notfall-Telefax schicken können. Verunglücken sie aber in Wald und Flur, wird das Melden eines Notfalls zu einem echten Problem. Auf jeden Fall aber dann, wenn sie alleine unterwegs sind. Hier könnte sich zukünftig für Nutzer eines Smartphones etwas grundlegend ändern.
Gespräche angelaufen
Vertreter des Deutschen Schwerhörigenbund e. V. und der Polizei und Feuerwehr haben sich am 17.01.2012 in Gelsenkirchen mit Vertretern einer zertifizierten privaten Notrufzentrale zu ersten Gesprächen getroffen. Diese Gespräche waren sehr vielversprechend und es wurde gegenseitig vereinbart, weiter in Kontakt zu bleiben.
Weitere Informationen
Sobald die Gespräche zu einem Ergebnis geführt haben, werde ich an dieser Stelle weitere Informationen veröffentlichen.
Das DSB-Bundesreferat "Barrierefreies Planen und Bauen" hat nachfolgende Info herausgegeben:
Erste Gespräche zwischen Fa. Protegon und DSB
Was können hörgeschädigte Personen im Fall eines Notfalls tun, auch wenn sie nicht mehr in der Lage sind zu telefonieren? Natürlich, sie schicken ein Notfall-Telefax. Was aber, wenn sie sich außer Haus befinden und es zu einer Notfallsituation kommt? Wenn sie dann über eines der heute verfügbaren modernen Smartphones verfügen, können sie vielleicht bald eine ganze Menge tun. Dazu benötigen sie dann aber eine spezielle App, die sich im Internet herunterladen lässt. Anbieter dieser App ist das in Düsseldorf ansässige junge Unternehmen "PROTEGON“. Um auszuloten, ob diese App, die analog zum Notfall-Telefax aufgebaut werden soll, und das sich dahinter verbergende Programm auch wirklich den Bedürfnissen hör- und sprachgeschädigter Menschen gerecht wird, trafen sich am 17. Januar 2012 Mitglieder des Deutschen Schwerhörigenbund e. V. (DSB), der Feuerwehr und Polizei sowie die Verantwortlichen der Fa. Protegon und IBS in der Notrufzentrale der IBS in Gelsenkirchen zu einem gemeinsamen Meinungsaustausch.
Die Geschäftsführung der Fa. Protegon erläuterte sehr anschaulich die Arbeitsweise der App, von deren Tauglichkeit sich die Besucher auch direkt in der Leitzentrale überzeugen konnten. Dennoch besteht nach Meinung des DSB, der Feuerwehr und Polizei ein Bedarf an Erweiterungen, wie z. B. im persönlichen Profil des Nutzers. Es wurde auch die Programmierung einer zusätzlichen, direkt auf Menschen mit Behinderungen abzielende App auf der Grundlage der Notfall-Telefax-Vorlage, diskutiert. Alle Beteiligten vereinbarten abschließend in Kontakt zu bleiben, um das Projekt weiter voran zu bringen.
Für weitere Informationen steht das DSB Referat „Barrierefreies Planen und Bauen“ gerne unter info@notfall-telefax112.de zur Verfügung.







