Pro

Das Problem

Was machen schwerhörige, ertaubte, gehörlose und sprachgeschädigte Menschen, wenn sie in einen Notfall verwickelt werden und Hilfe herbei rufen müssen? Egal ob im Urlaub oder zu Hause. Nach derzeitigem Stand der Dinge haben sie nicht bundesweit die Möglichkeit, ein Notfall-Telefax an die Leitstellen von Feuerwehr, Polizei oder Rettungsdienst abzusetzen. Bundesweit sind nach wie vor die beiden Notrufnummern 110 und 112 nicht überall faxfähig geschaltet. Da der oben genannte Personenkreis aber nicht mehr telefonieren kann, ist er im Fall eines Notfalls auf die Hilfe anderer angewiesen.

Feststellung

Auf Grund meiner im Jahre 2000 erfolgten Suche nach Schreibtelefo- und Telefaxnummern der deutschen Leitstellen konnte ich feststellen, dass Schreibtelefone nur noch ganz vereinzelt in Betrieb waren.

Telefaxgeräte standen hingegen in allen Leitstellen. Aber leider war es so, dass mit diesen Geräten auch die allgemeine Leitstellenbürokratie erledigt wurde. Ein Notfall-Telefax konnte also ohne großes Aufsehen ganz schnell verloren gehen. Dazu kam dann noch, dass die Rufnummern dieser Telefaxgeräte nicht selten aus einer 12-stelligen Zifferfolge bestand, einschließlich Vorwahlnummer.

Es herrschte also, wenn man so will, ein regelrechtes Nummernwirrwarr.

Mangelnde Geschwindigkeit

Immer wieder zu diesem Zeitpunkt von einigen Zeitgenossen zu hören, dass eingehende Notfall-Telefaxe nicht schnell genug bearbeitet werden können und das Handling eher schwierig sei. Dem kann man aber getrost widersprechen, denn es hat sich sehr schnell herausgestellt, dass man mit einem Notfall-Telefax binnen kürzester Zeit vielmehr Daten und Informationen übermitteln kann, als per Telefon. Und, bei einem Telefaxgerät mit automatischer Wahlwiederholung wählt das Gerät die Leitstelle nach einer im Faxgerät voreingestellten Zeit automatisch wieder an, sollte der erste Versuch missglückt sein. Hilfe ist dem Hörgeschädigte somit fast garantiert.

Eine gute und unkomplizierte Lösung)

Damit das Nummernwirrwarr endlich ein Ende hat, forderte der Deutsche Schwerhörigenbund e. V. und andere Interessenvertretungen bundesweit einheitliche, gebühren- und vorwahlfreie Notfall-Telefax-Nummern unter 110 und 112. Denn nur diese beiden Nummern werden auf Dauer sicherstellen, dass Betroffene rasch und standortunabhängig einen Notruf absetzen können.

Fazit

Nichts über uns - ohne uns!!